Waldbaden Teil 2 – Übungen

Praktisches - Übungen und Ernährung

Hier kommt der Teil 2 des Artikels Waldbaden …

 

Übungen: Sehtraining beim Waldbaden – So geht’s (möglichst ohne Brille/ohne Kontaktlinsen)

  • Gehmeditation empfiehlt, besonders langsam zu gehen und den Kontakt des Bodens mit den Füßen bewusst wahrzunehmen. Der Blick ruht zunächst auf dem Weg und wandert dann zu den Baumkronen, wodurch das Wechselspiel zwischen Nah- und Fernsicht gezielt gefördert wird. Wer sich traut, kann auch barfuß unterwegs sein, um die Verbindung zur Natur weiter zu vertiefen.
  • Beim Fokus-Jogging richtet sich der Blick im Wechsel auf nahe Details wie Moos, Rinde oder Blätter und anschließend in die Ferne, etwa auf den Waldrand oder den Himmel. Diese Übung lässt sich zehn bis zwanzig Mal wiederholen und trägt zu mehr Sehflexibilität und Entspannung bei.
  • Für die Augen-Entspannung werden die Hände aneinander gerieben und die angewärmten Handflächen dann sanft auf die geschlossenen Augen gelegt (Palmieren). Die wohltuende Dunkelheit unterstützt die Regeneration der Sehzellen.
  • Kreatives Blinzeln sorgt für frische Befeuchtung der Augenoberfläche und beugt dem Austrocknen vor. Besonders nach intensiver Bildschirmarbeit hilft bewusstes, sanftes Blinzeln dabei, angespannte Augen zu entspannen.
  • Ein Farb- und Formenbad lädt dazu ein, die Augen in Ruhe durch verschiedene Grüntöne schweifen zu lassen und Schattierungen, Muster oder Lichtspiele zu entdecken. Grün wirkt dabei beruhigend und entspannend – auf die Psyche wie auf die Augen selbst.

 Warum tut der Wald den Augen so gut?

Wissenschaftliche Studien belegen: Regelmäßiger Aufenthalt im Freien, vor allem bei natürlichem Licht, hilft, das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit aufzuhalten oder gar zu verhindern. Das bewusste Wechseln des Blicks zwischen Nähe und Ferne im Wald ist dabei eine der einfachsten und schönsten präventiven Maßnahmen – für Kinder wie für Erwachsene.

Unsere Augen finden im Wald zu ihrer natürlichen Kraft zurück. Wer regelmäßig Grün sieht, schützt nicht nur seine Sehkraft, sondern gönnt auch der Seele eine wohlverdiente Pause.

Wer regelmäßig Waldbaden und Sehübungen kombiniert, kann Kurzsichtigkeit vorbeugen, Entspannung fördern und das eigene Wohlbefinden steigern – und entdeckt dabei vielleicht das Wunder des Sehens vollkommen neu.

Autor/in: Annett Panterodt

Der Artikel gibt die Meinung der Verfasserin oder des Verfassers wieder. Er ersetzt keine ärztliche Diagnose.

Eine Gruppe im Wald beginnt ihr Augentraining: in die Ferne schauen, Farben wahrnehmen, den Blick entspannt schweifen lassen. Natur wird zum einfachen Trainingsraum für frische Augen.
Eine Gruppe im Wald beginnt ihr Augentraining: in die Ferne schauen, Farben wahrnehmen, den Blick entspannt schweifen lassen. Natur wird zum einfachen Trainingsraum für frische Augen.
Foto: Kathleen Gleisberg
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