Wer war Dr. William H. Bates?

Methoden, Historie und Konzepte

Vor gut 100 Jahren praktizierte der Arzt Dr. William H. Bates in New York. Er kam durch seine Forschung und seine tägliche Arbeit als Augenarzt und Augenchirurg zu erstaunlichen Ergebnissen, die in ihm Zweifel an einigen bis heute gültigen Theorien weckten. Statt Patienten eine Brille zu verschreiben, ließ er sie verschiedene einfache Übungen durchführen. Die heutigen Übungen zur Verbesserung des Sehens basieren zum großen Teil auf den von Dr. Bates gefundenen Prinzipien.

In der Arbeit an Schulen gelang es ihm, den Schülern die Prinzipien für ein gutes Sehen zu vermitteln und ihnen einfache Übungen an die Hand zu geben. Die Schüler lernten Übungen zur Augenentspannung durchzuführen, wenn sie merkten, dass sie nicht mehr so gut sehen konnten. Eine entscheidende Rolle spielte dabei die sogenannte Sehtafel. So wie sie beim Optiker genutzt wird. Die bekanntesten Übungen sind das Palmieren (Dunkelbaden), das Lichtbaden (d.h. mit geschlossenen Augen in die Sonne schauen) und der Schwung.

Seine Erfolge sprachen sich herum. Patienten kamen von nah und fern. Wir wissen das so genau, weil er nicht nur das Buch „Rechtes Sehen ohne Brille“ schrieb (Better Eyesight Without Glasses), sondern auch einige Jahre lang jeden Monat eine Zeitschrift herausgab (Better Eyesight), in der die aktuellen und interessanten Geschichten seiner Praxis veröffentlicht wurden. Diese Geschichten sind auch heute nachzuhören in dem englischsprachigen Podcast:  https://www.bettereyesightpodcast.com/
Sehlehrer aus aller Welt lesen die Texte und sprechen über ihre Erfahrungen.

Der Artikel wurde redaktionell bearbeitet.

Autor/in: Jutta Schütte, Ganzheitliche Sehtrainerin

Der Artikel gibt die Meinung der Verfasserin oder des Verfassers wieder. Er ersetzt keine ärztliche Diagnose.

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Foto: KI
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