Achtsamkeit: Klar sehen, bewusst leben

Methoden, Historie und Konzepte

In unserer hektischen Welt verlieren wir oft den Kontakt zum gegenwärtigen Moment. Achtsamkeit – die bewusste, wertfreie Wahrnehmung dessen, was gerade geschieht – kann helfen, wieder im Hier und Jetzt anzukommen.

Achtsamkeit bedeutet, aufmerksam zu sein, ohne zu analysieren oder zu urteilen. Statt in Gedanken über Vergangenes oder Zukünftiges zu kreisen, beobachten wir innere und äußere Prozesse – den Atem, einen Klang, ein Gefühl. Dabei beobachten wir, was auftaucht, ohne es verändern zu wollen.

Diese Praxis, die auf buddhistische Lehren zurückgeht, ist mehr als Meditation. Sie ist eine Haltung: offen, freundlich, präsent. Sie hilft uns, die Dinge klarer zu sehen – ohne die Filter unserer Gewohnheiten, Vorurteile und Bewertungen.

Achtsamkeit bringt nicht nur innere Ruhe sondern auch Erkenntnis. Wir erkennen ungesunde Muster, reagieren bewusster und können dem Leben mit mehr Klarheit und Gelassenheit begegnen.

Kurz-Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag:

  • Regelmäßige 1-Minuten-Bewußtseins-Pausen
  • Gefühle wahrnehmen, ohne sie zu bewerten
  • Tiefe Atemzüge – mehrmals täglich innehalten, die Augen schließen und dabei dem Atem lauschen
  • Nur eine Sache auf einmal tun
  • Beim Gehen oder Essen bewusst spüren

Achtsamkeit ist keine Technik, sondern eine besondere Art der Wahrnehmung. Sie beginnt im Kleinen und verändert viel.

Sie ist eine bewusste Entscheidung und eine Haltung dem Leben gegenüber.

Autor/in: Petra Goebel, AugenCoach & ganzheitliche Sehlehrerin & Ausbilderin Eyetouch Augenschule

Der Artikel gibt die Meinung der Verfasserin oder des Verfassers wieder. Er ersetzt keine ärztliche Diagnose.

Mann im Wald, der die Arme ausbreitet
Mann im Wald, der die Arme ausbreitet
Foto: mit Canva erstellt
Schlagwörter: Achtsamkeit
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