„spiele mit den Sehweisen“ – erlebe Wunderbares!

Allgemein

In meiner Ausbildung zur Kursleiterin Augenschule lernte ich sehr schnell – der Blick führt und der Körper folgt. Weiterhin wurde mir immer mehr bewusst, wie unterschiedlich die Auswirkung ist, ob ich etwas stark fokussiere oder ob ich mein Blickfeld öffne.
Wie sehr mein Körper darauf reagiert, wenn ich etwas anstarre oder ganz entspannt mit weichen Augen vorausschaue, spüre ich ganz deutlich an der Reaktion meines Pferdes. Denn es reagiert ganz fein auf die Energie meiner Aufmerksamkeit.
Steht der Verstand an erster Stelle, arbeitet die linke Gehirnhälfte, die rationale analytische Seite, und so kann es geschehen, dass sich meine Muskulatur anspannt, meine Atmung stockt, ich verbissen schaue, weil ich etwas anstarre, was mir nicht ganz geheuer ist. Das kann einen Vierbeiner schon mal in die Flucht schlagen.
Mit Vertrauen und vor allem mit Selbstvertrauen darf meine rechte Gehirnhälfte die Führung übernehmen und das Vertrauen in meinen Körper wecken. Der Blick wird offen, die Muskulatur locker und meine Atmung fließt. Die Reaktion meines Pferdes ist eine lockere energetische Vorwärtsbewegung.
So wurde mir bewusst, dass ich mit meiner Vorstellungskraft und dem Vertrauen in uns als gutes Team, viel erreichen kann. Ich habe klar vor Augen, dass wir auch einen unangenehmen Abschnitt passieren können, indem ich sanfte, vorausschauend blickende Augen einsetze und in meinen Gedanken einen inneren Film abspiele. Mit dem Sehen und Fühlen die gewünschte Bewegung ganz wahrnehme, bevor ich sie eigentlich ausführe.
„Wann immer wir unsere Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Körperstelle lenken, senden wir etwas Energie in diesen Bereich. Diese Energie kann dann zur Korrektur eines Problems genutzt werden. Setze die harten, starrenden Augen ein und deine linke Gehirnhälfte, um die korrekten Funktionen zu erkennen und die Gefühle, die zu einer bestimmten Bewegung gehören. Benutze deine sanften, umfassend blickenden Augen, um diese Gefühle als einen Teil des Ganzen in die rechte Gehirnhälfte zu integrieren. Das Ergebnis: Teile einer Bewegung schmelzen zu einem Ganzen zusammen und dein Körper reagiert mit weniger Anstrengung und funktioniert korrekt.“ (Sally Swift, 1997 Buch: Reiten aus der Körpermitte)

Autor/in: Liane Hübschen

Der Artikel gibt die Meinung der Verfasserin oder des Verfassers wieder. Er ersetzt keine ärztliche Diagnose.

grasende Pferde auf der Wiese
grasende Pferde auf der Wiese
Foto: Liane Hübschen
Schlagwörter: Sehweisen

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